Montag, 22 Juli 2019

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Zum Tode von Josef Reitmeier

Unser langjähriges Mitglied verstarb am 23.Juni 2019

Ein Nachruf von Ehrenvorsitzenden Hans-Jürgen Bernhardt

 

Die Nachricht vom Tode unseres Mitgliedes Sepp Reitmeier hat uns sehr traurig gemacht, denn mit ihm hat nicht nur die Further SPD einen einsatzfreudigen, geselligen und hilfsbereiten Genossen bzw. Kameraden verloren. Da er nicht nur für mich ein fast 50 Jahre langer Begleiter war, möchte ich ihnen mit den wichtigsten Stationen aufzeigen, wie wertvoll der Sepp in Furth war. 53 Jahre bei der SPD und 30 Jahre im Stadtrat Furth bzw. früher im Gemeinderat Herzogau zeigen seinen Einsatz für seine Heimat.

Eine wichtige Säule im Ortsverband der SPD, im Stadtrat ein fachkundiges Mitglied, vor allem in Fragen der praktischen Arbeit, sein Rat war bei vielen Arbeiten sehr gefragt. Er war ein Sozialdemokrat vom Scheitel bis zur Sohle. Wo es ging half er, setzte sich für viele Vorhaben ein und half wo es ging.

Dazu war der Sepp ein sehr geselliger Mensch. Dies kam besonders zur Geltung, als er mit seiner Frau die Gastwirtschaft am Voithenberg übernahm. Viele werden sich an die Gemütlichkeit in seinem Lokal beim guten heimischen Essen, danach Kartenspielen ober beim Voithenberger Kirta erinnern. In dieser Atmosphäre beriet die SPD Fraktion in seiner Küche oft den Haushalt. Besonders fiel seine großzügige Bereitschaft zur Hilfe auf. Viele Vereine wurden von  ihm durch Spenden, Mitgliedsbeiträge oder Übernahme einer Schirmherrschaft unterstützt. Seine besondere soziale Ader wurde auch durch die Unterstützung von Bruder Konrad, der in Korea den Ärmsten half, oder bei der Arbeiterwohlfahrt, wo er bis zuletzt Kassenprüfer warst, bewiesen.

Du musstest verhältnismäßig früh in das Grab deiner Frau blicken, ein schwerer  Schicksalsschlag, aber besonders deine Enkel und Urenkel hielten dich auf Trab. Auch nach Deinem Ausscheiden aus dem Stadtrat, warst du ein eifriger Besucher unserer SPD Veranstaltungen. Zwar wurden die Besuche in letzter Zeit durch deine angeschlagene Gesundheit weniger, aber du nahmst immer noch regen Anteil am politischen Geschehen.

Lieber Sepp, vielen Dank für deine jahrelange Unterstützung für die SPD und deine persönliche Unterstützung in der Fraktion, Du hast vielen geholfen und so schließt sich der Kreis und so hoffen wir, dass Du deinen ehemaligen langjährigen schon frühzeitig verstorbenen Freund, den Scheuer Wast treffen wirst und dann mit ihm über euer damaliges Lieblingsthema die Bienen sprechen könnt, wie es der Zufall will, ein sehr aktuelles Thema.

Lieber Sepp Du hast vielen geholfen, der Herr möge es Dir vergelten, ruhe in Frieden, den Angehörigen gilt unser tiefes Mitgefühl, als äußeres Zeichen werden wir an seinem Grab ein Gebinde niederlegen

Berlinfahrt 2019

SPD- Infofahrt nach Berlin

MdB Marianne Schieder lud 45 politisch Interessierte aus dem Wahlkreis Cham-Schwandorf zu einer viertägigen Informationsfahrt nach Berlin ein

Von Dienstag bis Freitag letzter Woche waren 45 politisch Interessierte aus dem Wahlkreis Schwandorf-Cham auf Anregung und Einladung der Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder in Berlin. Die Leitung der Besuchergruppe lag in den Händen des Burglengenfelder Stadtrats Peter Wein. Das Programm war vom Besucherdienst des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung erstellt worden.

Nach dem Anreisetag Dienstag wurde am Mittwoch vormittags und nachmittags eine Stadtrundfahrt unternommen, die sich nicht nur an den kunsthistorischen Bauten orientierte, sondern auch politische Gesichtspunkte einbezog. Nach der vormittäglichen Rundfahrt schloss sich eine Führung und Diskussion in der SPD-Zentrale Willy-Brandt-Haus an. Vor dem zweiten Teil der Stadtrundfahrt folgte ein mit Humor gewürztes Informationsgespräch im Auswärtigen Amt.

Der Donnerstag begann mit einem Besuch des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors in Berlin-Kreuzberg, in dem mit Fotos, Dokumenten und Akten die Verbrechen der Nazis hauptsächlich, aber nicht nur an Juden gezeigt werden. Nach einem Imbiss fand man sich nach einem Sicherheits-Check zum fast einstündigem Besuch einer Plenarsitzung im Deutschen Bundestag ein, bei dem aktuell das Thema Grundsteuer erörtert wurde. Darauf schloss sich eine Diskussion mit der Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder an, die mit einem Fototermin im Reichstagsgebäude endete. Schieder erläuterte ihr Wochenpensum in der Sitzungswoche mit Beginn täglich um 9 Uhr und einem Ende meist gegen 20 bis 22 Uhr. Sie ist Mitglied in drei Ausschüssen ( für Kultur und Stiftung, für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung, für Recht und Verbraucherschutz), zudem Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und Mitglied im Arbeitskreis Politische und ethische Grundlagen im Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Am Donnerstag nach dem Besuchstermin aus der Gruppe aus Cham-Schwandorf standen noch mehrere namentliche Abstimmungen ( u.a. Auslandseinsatz Afghanistan) im Bundestag an. Schieder, die nach eigenen Bekennen „gut, gern, viel und schnell“ redet, wies darauf hin, dass das Wochenende keineswegs frei für sie ist, sondern für Parteiarbeit sowie zur Teilnahme an Festen im Wahlkreis einzuplanen ist. Auch engagiert sie sich in vielen Vereinen ehrenamtlich. In einer umfangreichen Liste führt sie hier zuallererst ihre jahrelange Leitungstätigkeit des BDKJ-Kinderzeltlagers in Furth im Wald-Voithenberg an.

Bei den nächsten Kommunalwahlen will sie wieder kandidieren, ebenso bei der Bundestagswahl. Heuer seien die Europäer bei der Europawahl gefordert. Das Thema Europa habe über 70 Jahre Frieden und Freiheit gebracht, nicht der Nationalismus vorher. Für sie ist ein Patriot jemand, der seine Heimat liebt und ein Nationalist jemand, der die anderen Nationen hasst.

Der Nachmittag stand der Besuchergruppe zur freien Verfügung, was manche zum Besuch des Kurfürstendamms und der Gedächtniskirche oder zum Besuch des Gendarmenmarktes nutzten.

Am Freitag wurde die Reisegruppe durch die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung geführt. In der multimedialen Ausstellung des Hauses wird mittels Originalen und Fotos das Leben Willy Brandts gezeigt von den Anfängen als junger Nazi-Gegner bis hin zum hochgeachteten Bundeskanzler und Friedensnobelpreisträger. Mittags trat dann die Reisegruppe mit Teilnehmern von Arrach bis Wernberg die Heimreise an.

Zum Reisetagebuch von Max Riedl

Berlin 2019 Riedl

Die Reisegruppe aus dem Bundestagswahlkreis Schwandorf- Cham zusammen mit Bundestagsabgeordneter Marianne Schieder (Mitte links, mit knallroter Jacke).
Bild: Bundesregierung/Volker Schneider

Die SPDler versprechen Unterstützung

Bericht von Evi Paleczek im "Bayerwald Echo" vom 29.12.2018, Bilder: Paleczek
 
Besuch bei Polizei und Zoll
 
 
Polizei2018
MdB Marianne Schieder (Zweite von links) und die SPD-Stadträte Wera Müller und Siegfried Ehrnböck (rechts) sprachen mit stellvertretendem Polizeichef Ludwig Kreitl (links) und Konrad Freimuth, dem Leiter der Grenzpolizei-Gruppe, unter anderem über die jüngsten Einbruchserien in Furth im Wald.
 

Von Evi Paleczek

Um Danke für die Arbeit das ganze Jahr über zu sagen und sich über die Anliegen der Beamten zu informieren, haben MdB Marianne Schieder und die SPD-Stadträte Wera Müller und Siegfried Ehrnböck Polizei und Zoll am Freitagnachmittag einen Besuch abgestattet. Bei der Polizei fehle es schon lange an Personal, sagte Ludwig Kreitl, stellvertretender Leiter der Inspektion. Dass man sich dahingehend nun auf dem Weg der Besserung befinde und auch die Grenzpolizei-Gruppe zum März personell verstärkt werde, tue gut.

In Bayern kämen bei der Polizei sieben Bewerber auf eine Ausbildungsstelle, freute sich Kreitl, mehr als die Hälfte der Eingestellten seien Abiturienten. Da befinde man sich derzeit in einer guten Situation. Geschuldet sei das sicher auch den guten Beförderungsmöglichkeiten und zudem der Tatsache, dass die jungen Leute wieder schneller in der Heimat eingesetzt werden und nicht mehr viele Jahre in München Dienst tun müssen. Und natürlich sei es schön, nach einer Überalterung beim Personal wieder viele junge Kollegen im Team zu haben.

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Revolution 1918 und die Further SPD

Artikel in der Chamer Zeitung vom 10.11.2018
 
Als sich die Further „Sozis“ wehrten
 
Revolution in der Grenzstadt: Heute vor 100 Jahren meldete sich die SPD erstmals zu Wort
 
Die Further SPD kommt in der Lokalpresse vor hundert Jahren bis Kriegsende 1918 nicht vor. Die einzige Zeitung „Der Bayerische Wald - Anzeiger für die Stadt Furth und deren Umgebung“ war ein bürgerliches Blatt, das in der Regel viermal in der Woche erschien, vier Seiten umfasste, wobei die letzte Seite den Anzeigen gehörte. Mit einem Inserat am 12. November 1918 – also genau vor 100 Jahren – wehrten sich die Genossen gegen Vorwürfe, sie würden zum Plündern aufrufen. Das erste öffentliche Lebenszeichen der Further SPD. Weiterlesen: Revolution 1918 und die Further SPD

Anbeginn der Further SPD

Heute vor hundert Jahren:

Philipp Margeth wird Ortsvorsitzender der Furth SPD und dominiert sie über vier Jahrzehnte

Mit Margeth begann der Further Ortsverein wirklich

„Aller Anfang ist schwer“heißt die Teilüberschrift der „Kleinen Geschichte der Further SPD“, die vor Jahren ihren hundertjährigen Geburtstag als älteste politische Gruppierung im Landkreis feierte. Der tatsächliche Beginn der Further SPD-Geschichte kann auf den 19. November 1916 datiert werden, als im Gasthaus Silberhorn Philipp Margeth ( damals 40 Jahre alt) zum 1. Vorstand der Further Sozialdemokraten gewählt worden war. Margeth

In den sieben Jahren zuvor hatte es schon wiederholt offizielle und angedachte Gründungen und Neugründungen des ältesten politischen Vereins im Landkreis Cham gegeben: Laut Protokollbuch am 26. September 1909 im Baysaal das erste Mal. Gewählt wurde Valentin Silberhorn. Am 20. April 1910 gab es mit Xaver Regner einen neuen Vorstand. Am 8. Oktober 1911 wurde im Postgarten der Holzschuhfabrikant Josef Rank zum 1.Vorsitzenden gewählt, der frustriert am 12. Mai 1912 ins Protokollbuch schrieb: „Es wurden Monatsversammlungen durch Unterschriften eingeladen. es sint nur jedesmal erschienen die Vorstanschaft, die übrigen Mitglied sind interesse los & bleiben der Organisation fern...Wir haben schon alle Hebel in bewegung versetzt um das hiesige arbeitsfeld zu behaupten, aber die hiesigen arbeiter sind zu feig das wirklich keine besserung für die dinge der hiesigen arbeiter in aussicht steht.“ (Zitiert nach der Originalniederschrift)

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