Montag, 20 Januar 2020

Login

Breadcrumbs

SPD stellt keine Bürgermeisterkandidatin

Silke Schell kandidiert aus gesundheitlichen Gründen nichtSchell Silke 8526 klein200

Bei der Jahreshauptversammlung haben wir es öffentlich gemacht. Mit Stadträtin und Sozialreferentin Silke Schell wollte die Further SPD erstmals eine Frau ins Rennen um das Bürgermeisteramt schicken.

Im November stellten sich bei Silke jedoch gesundheitliche Probleme ein, deren Ursache zunächst völlig unklar waren. Langwierige Untersuchungen, ein kurzer Krankenhausaufenthalt brachten bislang zumindest die Klarheit, dass eine Operation im Januar unumgäglich sei und diese wohl einen weiteren Krankenhausaufenthalt und eine längere Genesungsphase nach sich ziehen wird.

An einen Bürgermeisterwahlkampf ist nicht zu denken. Silke Schell selbst erläuterte in der Versammlung den Sachverhalt. Dennoch wird sie wieder für den Stadtrat kandidieren.

 

Der 2. Vorsitzende Siegfried Ehrnböck ging in seinem Statement auf die Situation ein:

"Ich bedauere es wirklich sehr, dass unsere Wunschkandidatin für das Further Bürgermeisteramt aus gesundheitlichen Gründen nun doch nicht ins Rennen gehen kann. Silke, ich möchte mich bei dir nochmal bedanken für deine Bereitschaft zu kandidieren. Du wärst eine sehr gute Bürgermeisterkandidatin gewesen. Doch nun steht deine Gesundheit an erster Stelle!

Liebe Silke ich wünsche dir für die bevorstehende Zeit viel Kraft und dass sich alles bald zum Guten wendet.

Trotzdem wirst du dich auf der Stadtratsliste wieder für das Stadtratsamt bewerben und ich bin sicher, dass du deine Tatkraft und dein Engagement als Sozialreferentin wieder in den Stadtrat und für die Stadt einbringen können wirst.

Wir denken, es wäre ein Unding gewesen, auf die Schnelle einen vermutlich chancenlosen Ersatzkandidaten quasi hervorzuzaubern, nur um vielleicht die Liste zu stärken."

 

Weiter ging Ehrnböck auf den bevorstehenden Wahlkampf ein:

"Denn die Further SPD hat auch so eine starke Liste zusammengestellt. Unser Ziel ist es, die Anzahl der Stadtratssitze wieder auf drei zu erhöhen. Dazu haben wir die Liste verjüngt und es freut mich ungemein, dass nun eine junge, tatkräftige, ideenreiche neue Ortsvorsitzende die Liste anführen wird.

Liebe Jenny, ich freue mich ungemein, dass du bereit warst den Ortsvorsitz zu übernehmen. Ich gratuliere dir und vor allem gratuliere ich uns zu dieser Wahl!

Ich bin sicher, dass wir durch dich auch die jungen Further mehr als bisher ansprechen und für die Sozialdemokratie interessieren können.

Wobei wir eigentlich jetzt mit diesen Neuwahlen auch den bisher etwas vermissten Further Kommunalwahlkampf eröffnen, obwohl die Nominierungsveranstaltung erst am 20. Januar stattfinden kann.

Dieser sog. Wahlkampf kann eigentlich keiner im herkömmlichen Sinne sein. In einer wohl nie dagewesenen fraktionsübergreifenden Einigkeit hat der Stadtrat zusammen mit Bürgermeister und Verwaltung viele lang erwünschte und notwendige Projekte vorangetrieben und realisiert, wobei sich die SPD-Fraktion immer konstruktiv und kritisch eingebracht hat.

Ich möchte nicht in den Chor der Selbstbeweihräucherer einstimmen. Rettungszentrum – Abschluss der Schulsanierungen – Stadtturm – Neue Schulen in der Rosenstraße, und andere, waren Gemeinschaftswerke.

Doch war es die SPD-Fraktion, die Michael Mühlbauers Idee von der Landesgartenschau in Furth im Wald von Beginn an begeistert unterstützte und bis heute mit vorantrieb. Es war Silke Schell, die das Thema Kinderarzt für Furth wieder auf die Tagesordnung brachte und die eine Sendung des Bayerischen Rundfunks zu dieser Problematik in die Wege leitete.

Und es gibt noch viele andere Themen und Projekte, die die Further SPD für die nächste Wahlperiode auf die Tagesordnung und auf den Weg bringen will. Wie gesagt, der Wahlkampf kann keiner im herkömmlichen Sinne sein. Es muss besser ein Ideenwettstreit der Kandidaten sein.

Wir werden unsere Ideen bei der Nominierungsversammlung präsentieren. Ich hoffe, die Further geben uns das Mandat dazu, diese auch zu realisieren."